Die aktuellen Themen im Überblick
Termine
verlängert bis 3. März: Sonderausstellung zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein 1811 bis 1939
Zum 200-jährigen Jubiläum der Gründung der Königlich-Sächsischen Heil- und Verpflegungsanstalt Sonnenstein dokumentiert die Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein die wechselvolle Geschichte einer der ältesten Heilanstalten in Deutschland.
20. und 21. 2011 Jubiläumssymposium des Sächsischen Psychiatriemuseums
Aus Anlass des zehnjährigen Bestehensdas Sächsische Psychiatriemuseum in Leipzig findet am 20. und 21. Mai 2011 ein wissenschaftliches Symposium statt.
07.Mai 2011 Museumsnacht
Die nächste Museumsnacht der Städte Leipzig und Halle findet am 7. Mai 2011 statt und steht unter dem Motto "Heimliche Liebe".
Sonderausstellung Nietleben bis zum 29.01.2011
Die Sonderausstellung „Abgerissen. Das Schicksal der ehemaligen Irrenanstalt Halle-Nietleben“ ist verlängert bis zum 29.01.2011
und kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.
Buchmesse im Durchblick
Michael Jungnickel (Berlin)
liest
„Koch und andere Geschichten “
am Freitag, den 19. März um 19 Uhr
in der Friesenstrasse
Neuigkeiten
Neuerscheinung: Fundamentale Gebote der Sittlichkeit
Neuerscheinung: Maries Akte. Das Geheimnis einer Familie
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„Die Sonne der deutschen Psychiatrie ging auf dem Sonnenstein bei Pirna auf.“
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Zweihundert Jahre Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein
Am 8. Juli 2011 jährte sich zum 200. Mal die Eröffnung der „Königlich Sächsischen Heil- und Verpflegungsanstalt Sonnenstein“. Aus diesem Anlass wurde von der Gedenkstätte Pirna Sonnenstein eine Ausstellung entwickelt, die die Geschichte der Anstalt darstellt. Pirna-Sonnenstein war die erste dauerhaft existierende staatliche Betreuungseinrichtung für psychisch kranke Menschen in Deutschland. Zudem war die Einrichtung, welche 40 Jahre von dem bedeutenden Psychiater Dr. Ernst Pienitz geleitet wurde, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Musteranstalt von europäischer Bedeutung. Zahlreiche Ärzte und Philanthropen, aber auch Verwaltungsbeamte und Reisende aus Deutschland und Teilen Europas, suchten die Anstalt in dieser Zeit auf und berichteten über sie. Diese Anerkennung beruhte auf den beachtlichen Heilungserfolgen, die das Ergebnis innovativer Behandlungs- und Betreuungskonzepte, wie der Beschäftigungstherapie und Musiktherapie, waren. Gerade hierin und in einer exzellenten Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses hat die Sonnensteiner Anstalt der deutschen Psychiatrie entscheidende Impulse verliehen. Die Heil und Pflegeanstalt wurde auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf hohem Niveau geführt und durchlief in den 1920er Jahren mit der erweiterten Beschäftigungstherapie und offenen Fürsorge noch einmal eine progressive Entwicklungsphase.
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In der Zeit des Nationalsozialismus wurden ab 1933 mit eingeschränkter Therapie, Zwangssterilisationen und „Sonderkost“ für chronisch kranke Patienten die humanistischen Ideale aufgegeben. Den dramatischen Schlusspunkt setzte die Schließung der traditionsreichen Landesanstalt und die Einrichtung einer Tötungsanstalt für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, in der in den Jahren 1940/41 fast 15.000 Menschen ermordet wurden. Die ambivalente Entwicklung der Klinik in den 128 Jahren ihrer Existenz ist zugleich ein Spiegelbild der deutschen Psychiatrie im 19. und 20. Jahrhundert.
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20. und 21. Mai 2011 Jubiläumssymposium des Sächsischen Psychiatriemuseums
"IRR-SINN. Zehn Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum".
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Symposium aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Sächsischen Psychiatriemuseums.
Vor nunmehr zehn Jahren wurde das Sächsische Psychiatriemuseum in Leipzig gegründet. Aus diesem Anlass veranstalten wir am 20. und 21. Mai 2011 ein wissenschaftliches Symposium. Wir freuen uns, dass unserer Einladung namhafte Psychiatriehistoriker aus ganz Deutschland gefolgt sind, mit denen uns zumeist langjährige Kontakte und gemeinsame Veranstaltungen und Projekte verbinden.

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Teilnahme und Anmeldung
Das Symposium ist für alle Interessentinnen und Interessenten offen.
Die Teilnahme ist kostenlos (außer Abendveranstaltung) und mit 6 Fortbildungspunkten der Sächsischen Landesärztekammer bewertet.
Wir bitten um Anmeldung per Mail:
, mit Angabe, ob Sie an der Abendveranstaltung und der Exkursion teilnehmen werden.
Download des Flyers im PDF-Format
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Museumsnacht 2011 - Heimliche Liebe
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Programm
18:00 - 24:00
Gaumenfreuden
Leckeres vom Holzkohlegrill und Cocktails aus der Hexenküche.
18:00 - 24:00
Amor ohne Versteck oder 0 plus 0 gleich 1
Ein Arrangement der IG pop im Grünen.
18:30
Valentina Seidel: „Individuals“
Fotografische Portraits in Zusammenarbeit mit Individualisten aus der psycho-sozialen Szene Leipzigs. Ausstellungseröffnung.
19:00 - 22:00
Linolschnitte selbst gedruckt
mit Unkostenbeitrag.

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19:30
Schreber-Mania
Hundert Jahre nach dem Tod des weltweit berühmtesten Psychiatriepatienten übergibt der Schreber-Forscher Gerd Busse (Dortmund) sein Archiv dem Psychiatriemuseum.
20:00 - 22:00
Psychiatrie und Pharmaindustrie
Eine (un)heimliche Liebschaft.
20:30
Die Goldene Meise 2011
Traditionell zur Museumsnacht: Preisverleihung mit Laudatio.
22:00 - 01:00
Feuer und Flamme
Nachtschwärmer scharen sich um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa.
23:00
Unheimliche Geschichten
Lesung am Feuer.
Informationen zur Museumsnacht auch unter:
www.halzigundleiple.de
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Abgerissen. Das Schicksal der ehemaligen Irrenanstalt Halle-Nietleben
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Sonderausstellung des Sächsischen Psychiatriemuseums
Das Motto „Schöne Nachbarin“ der diesjährigen gemeinsamen Museumsnacht von Halle und Leipzig war Anlass für das Sächsische Psychiatriemuseum, der schönen Nachbarin der Leipziger Psychiatrie, nämlich der ehemaligen Heilanstalt Nietleben, eine Sonderausstellung zu widmen.

Nietleben war eine der ersten neu erbauten Heil- und Pflegeanstalten in Deutschland und die älteste und größte der preußischen Provinz Sachsen. Die Anstalt ist 1844 nach den Plänen des ersten Direktors Heinrich Damerow (1798-1866) im spätklassizistischen Stil eröffnet worden.
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Im Zentrum der Anstalt stand ein querrechteckiger Gebäudekomplex der den Ansprüchen an eine „relativ verbundene Heil- und Pflegeanstalt“ entsprach. In den fast einhundert Jahren ihres Bestehens erhöhte sich die Zahl der Patienten von 400 auf über 1000. Deshalb machten sich Erweiterungsbauten, u.a. durch die Errichtung von sog. Patientenvillen im Pavillonstil in den 1870er Jahren erforderlich.
1935 wurde die Anstalt geräumt und der Komplex von der Wehrmacht genutzt. Viele Patienten wurden Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“. Von 1945 bis zu ihrem Abzug 1991 war eine Garnison der Sowjetarmee in Nietleben stationiert.
2003 wurde von der Stadt Halle der Abriss der Anstalt beschlossen. Trotz öffentlicher Proteste und alternativer Vorschläge musste der zentrale Anstaltskomplex schließlich 2006 dem Bau eines Technologie- und Gründerzentrums weichen. Heute existieren nur noch einzelne Gebäude, wie einige Patientenvillen und die ehemalige Anstaltskirche.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Fotodokumentation mit Aufnahmen aus den Jahren 2003 und 2010.
Die Sonderausstellung ist zunächst bis zum 30.10.2010 zu den Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.
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Lesung im Nachtcafé des Durchblick e.V.
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Buchmesse im Durchblick
Der Autor Michael Jungnickel (Berlin) hat kurzfristig eine Lesung zugesagt.
Er liest neue Texte unter dem Titel „Koch und andere Geschichten“.
Die Lesung findet am Freitag, den 19. März um 19 Uhr im Nachtcafé des Durchblick e.V. in der Friesenstrasse statt.
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Michael Jungnickel ist unter anderem durch seine im Verlag ajb Berlin erschienene Anthologie "Strophen der Liebe" über Ostmänner und ihre Probleme bekannt.
Lasse Sie sich seine neue Texte nicht entgehen.
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Fundamentale Gebote der Sittlichkeit
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Der „Euthanasie“-Prozess vor dem Landgericht Dresden 1947
Herausgeber: Böhm, Boris; Hacke, Gerald; Stiftung Sächsische Gedenkstätten
212 Seiten, 45 sw-Abb., Format 23 x 16.5 cm, Klappenbroschur
Sandstein Verlag Dresden 2008, ISBN 978-3-940319-55-5
15 €
versandkostenfrei bestellen:
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Der Dresdner „Euthanasie-Prozess“ 1947 war das bedeutendste Verfahren zur rechtsstaatlichen Ahndung der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in Ostdeutschland.
Der Sammelband behandelt den Prozess aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben einführenden Darstellungen zur zeitgeschichtlichen Einordnung des Prozesses widmen sich Beiträge dem Prozessverlauf und den Prozessbeteiligten: den Opfern und Tätern, den Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern.
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Maries Akte. Das Geheimnis einer Familie
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Von Kerstin Schneider
Mit zahlr. Abbildungen
Geb., 286 Seiten
Weissbooks, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-940888-02-0
19,80 €
versandkostenfrei bestellen:
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Die Lebensgeschichten zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch unheimliche Parallelen offenbaren: Die eine, Magdalena, behauptete, dass ihr die Mutter Gottes erschienen sei und wird noch heute als „böhmische Bernadette“ verehrt. Die andere, Marie, kommt als junge Frau in die Psychiatrie und wird im Rahmen der „Euthanasie“ ermordet.
Die Recherchen führen die Autorin u.a. nach Sachsen in die psychiatrischen Kliniken Arnsdorf und Großschweidnitz.
Kerstin Schneider deckt ein gut gehütetes Familiengeheimnis, behutsam und doch entschlossen, auf. Dabei gelingt ihr eine Reportage, spannend wie ein Krimi.
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