Augen

Die aktuellen Themen im Überblick



Termine


30. 06. 2022, Symposium
Forschungsverbund „Seelenarbeit im Sozialismus“ (SiSaP) und das Sächsische Psychiatriemuseum das Symposium
„Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung, Missbrauch?“

07. 05. 2022, Museumsnacht
Es beteiligen sich 81 Museen aus beiden Städten,
darunter auch das Sächsische Psychiatriemuseum im Durchblick e.V.

19. 03. 2022,Sächsisches Psychiatriemuseum Premiere
Ein Abend, gewidmet der Schriftstellerin und Philosophin Elsa Asenijeff (1867–1941)

22. 12. 2021, READER zur Ausstellung „Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990“ erschienen
Der Reader dokumentiert die Inhalte der Ausstellung und wird durch einen Dokumentenanhang ergänzt.

29. 09. 2021, 20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum
Symposium zum zwanzigjährigen Jubiläum

12. 06. und 17. 07. 2021, VortragsSpaziergang zur Familie Schreber
Veranstaltung zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber

06. 10. 2020, „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ der BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
Ausstellungseröffnung: 17.00 Uhr im Neuen Rathaus Leipzig, Untere Wandelhalle



Neuigkeiten


Anne-Katrin Störmer: Kunst – Geschichte – Psychiatrie

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online

Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Premiere: Symptom Nr. 6

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Symposium „Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung, Missbrauch?“

symposium


Am 30. Juni 2022 von 17 bis 20 Uhr veranstalten der Forschungsverbund „Seelenarbeit im Sozialismus“ (SiSaP) und das Sächsische Psychiatriemuseum das Symposium „Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung, Missbrauch?“ im Sächsischen Psychiatriemuseum in Leipzig.

Zunächst stellen Ekkehardt Kumbier und Rainer Erices verschiedene Aspekte des Forschungsprojektes vor.
Danach besteht die Möglichkeit, zwei Ausstellungen zum Thema Psychiatrie in der DDR zu besichtigen.
Im Anschluss zeigen und diskutieren wir den Dokumentarfilm „Verwahrt und Vergessen – Psychiatrie in der DDR“ (2021).
Das vollständige Programm finden Sie hier.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich!
Bitte melden Sie sich rechtzeitig und verbindlich an: museum@durchblick-ev.de



Programm als PDF downloaden:

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Museumsnacht 2022

7. Mai 2022 Museumsnacht

symposium

Nach zweijähriger coronabedingter Pause findet am 7. Mai 2022 wieder die Museumsnacht Leipzig & Halle statt.
Es beteiligen sich 81 Museen aus beiden Städten,
darunter auch das Sächsische Psychiatriemuseum im Durchblick e.V.

 

18:00 – 24:00
20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum
Zur Museumsnacht 2001 wurde das Sächsische Psychiatriemuseum eröffnet. Die Ausstellung gibt Einblicke in die 20jährige Geschichte des Museums

18:00 – 24:00
Die Welt des Franz W. v. Bridschin
Erfinder, Lackierer, Zeichner
Alt-Scherbitz H. 11

19:00 – 21:00 Uhr
Das verrückte Foto
Zeigen Sie sich in ihren oder unseren verrückten Outfits und lassen sich von uns fotografieren. (Kostenbeitrag) 

19:30 – 19:45
Arnhild Köpcke „Gedanken zur Malerei“
Ausstellungseröffnung

19.45 – 20.00
„für Arnhild”
Performance The Oval Language
Katja John, Klaus-Peter John & Geschlossene Gesellschaft Leipzig

20:00 – 21:30
Nach(t)druck
Einblicke in die Arbeit unserer Siebdruckwerkstatt.

20:30 – 20:45
Die Goldene Meise 2020
Verleihung des Ehrenpreises des Durchblick e.V.

22:00 – 00:00
Feuer, Flammen & Fanfaren
Die nachtaktiven Besucher der Museumsnacht scharen sich traditionell um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa – mit musikalischer Begleitung

Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Getränke und Gegrilltes

Tickets und weitere Informationen:
www.museumsnacht-halle-leipzig.de

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Ein Abend, gewidmet der Schriftstellerin und Philosophin Elsa Asenijeff (1867-1941)

Wanderausstellung mit Autorenlesung und Vernissage

symposium

 

citycard-hinten

19. März 2022, 19.30 Uhr, Sächsisches Psychiatriemuseum
Premiere „Und ich will frei, stolz und allein mein Leben aufrecht tragen.“ Ein Abend, gewidmet der Schriftstellerin und Philosophin Elsa Asenijeff (1867–1941) Autorenlesung und Vernissage (szenische Lesung, Buchvorstellung und Livemusik) Mit Rita Jorek, Verena Noll, Steffi Lampe u.a.

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READER zur Ausstellung „Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990“

Herzliche Einladung zum Symposium „20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum“

symposium

zur Website

Zur Ausstellung „Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990“, die auf der Homepage des Sächsischen Psychiatriemuseums veröffentlicht wurde, ist ein READER erschienen. Der Reader dokumentiert die Inhalte der Ausstellung und wird durch einen Dokumentenanhang ergänzt.

 



Programm als PDF downloaden:

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20 Jahre sächsisches Psychiatriemuseum

Herzliche Einladung zum Symposium „20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum“

symposium

Aus Anlass des 20jähigen Bestehens der Sächsischen Psychiatriemuseums laden wir Sie herzlich ein:
Symposium „20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum“
am 29. September 2021von 15.30 bis 19.30 Uhr im Sächsischen Psychiatriemuseum, Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig.


15.30 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister und Beigeordneter
für Soziales, Gesundheit und Vielfalt, Stadt Leipzig
(angefragt)
Dr. Dyrk Zedlick, ChA Verbund Gemeindenahe Psychiatrie Klinikum St. Georg,
Förderverein Sächsisches Psychiatriemuseum
Thomas R. Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums

15.45 Uhr
Seele virtuell oder reell: die Objekte der Psychiatrie
Rolf Brüggemann, Diplom Psychologe, Leiter des MuSeele, Göppingen

 

16.30 Uhr
Eine Handvoll Erbarmen – Herta Grandt's Innenansichten aus der
Leipziger Psychiatrie im Nationalsozialismus
Prof. Dr. phil. Beate Mitzscherlich, Professorin für Pädagogische Psychologie und Ethik im Gesundheitswesen, Westsächsische Hochschule Zwickau

17.15 Uhr Pause

17.30 Uhr
Initiativen und Interessen von Psychiatrieerfahrenen im historischen Wandel
Prof. Dr. Burkhart Brückner, Professur für Sozialpsychologie, incl. Psychosoziale Prävention und Gesundheitsförderung, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach

18.30 Uhr
Ausstellung »20 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum«

Im Anschluss
Empfang mit Speisen und Getränken
Anmeldung: museum@durchblick-ev.de

Sächsisches Psychiatriemuseum
Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
www.psychiatriemuseum.de

Veranstalter
Sächsisches Psychiatriemuseum/Durchblick e.V. & Förderverein Sächsisches Psychiatriemuseum

Förderer
Kulturamt der Stadt Leipzig

Hinweis
Die Durchführung der Veranstaltung und die Teilnehmerzahl ist abhängig von
den zu diesem Zeitpunkt geltenden Hygienevorschriften zur
Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3-G-Regel.

Programm als PDF downloaden:

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VortragsSpaziergang zur Familie Schreber 12. Juni und 17. Juli 2021

Termine Samstag 12.Juni und 17.Juli 2021, 14 - 16 Uhr

Zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber informieren wir in Kooperation mit dem Sächsischen Psychiatriemuseum über die Leipziger Familie Schreber.
Der Streifzug beginnt mit einer thematischen Einführung im Außengelände und wird dann im Garten des unweit gelegenen Psychiatriemuseums mit einem Vortrag fortgeführt.

Teilnehmerbeitrag: 6 € / 4 €

 

Anmeldung erforderlich:kleingaertnermuseum@t-online.de

 

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Internetpräsentation »Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990«

»Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990« auf der Homepage des Sächsischen Psychiatriemuseums Leipzigveröffentlicht

psychiatrie-in-sachsenAnfang 2021 wurde die Internetpräsentation »Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990« auf der Homepage des Sächsischen Psychiatriemuseums Leipzig ( www.psychiatriemuseum.de) veröffentlicht. Dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung widmet sich die Präsentation den Ereignissen in der Psychiatrie der DDR mit dem Schwerpunkt Sachsen im Jahr 1990. Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen war jenes Jahr auch für die Psychiatrie in der DDR/Sachsen von der fachlichen und öffentlichen Auseinandersetzung mit der bestehenden Situation und von dem Beginn der Etablierung neuer Strukturen gekennzeichnet.
In der Internetpräsentation werden die Entwicklungen des Jahres 1990 dargestellt.

Zum Inhalt:
Den Ausgangspunkt bildet die Situation der Psychiatrie in der DDR/Sachsen im Jahr 1990. Es werden verschiedene Bereich der Psychiatrie beleuchtet und auf die im Auftrag der Bundesregierung unter Beteiligung von Experten aus Ost und West erarbeitete Bestandsaufnahme »Zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR« verwiesen.

Die Bürgerbewegung in der DDR kam auch in der Psychiatrie zum Tragen, in psychiatrischen Einrichtungen entstanden Gruppen des Neuen Forums, und im November 1989 gründete sich in Leipzig eine Basisgruppe Psychiatrie-Betroffene beim Neuen Forum. Die Gruppe ging mit einem Aushang »Glasnost auch in der Psychiatrie« an die Öffentlichkeit, organisierte Veranstaltungen und war Ansprechpartner für die Medien, wo sie aus der Perspektive der Betroffenen auf Defizite der psychiatrischen Versorgung hinwies und sich für die Rechte und die Akzeptanz der Betroffenen einsetzte.
Im Februar 1990 wiesen Vertreter der Basisgruppe auf einen möglichen Missbrauch der Psychiatrie in der Nervenklinik Waldheim hin und stellten nach einem Besuch der Klinik Anzeige gegen die Verantwortlichen.

Eine breite Öffentlichkeit erreichte das Thema des vermeintlichen politischen Missbrauchs in Waldheim durch eine Artikelserie in der Zeitschrift »Stern«, in dessen Folge zahlreiche Untersuchungsausschüsse eingesetzt wurden.
Neben dem Vorwurf des politischen Missbrauchs fanden in den Medien auch andere Aspekte der Situation in der Psychiatrie der DDR Aufmerksamkeit, indem sich u.a. Betroffene zu Wort meldeten und damit die bis dahin gängige Praxis des (Ver-)Schweigens durchbrachen.

Der Aufbruch in der Psychiatrie manifestierte sich neben den strukturellen Veränderungen in der stationären Psychiatrie und im ambulanten Bereich insbesondere im Aufbau komplementärer Versorgungsstrukturen. Durch Mitarbeiter, Betroffene und engagierte Bürger wurden 1990 Vereine gegründet, die sich in den Bereichen Beratung, Wohnen und Arbeit engagierten.
Die Leipziger Vereine und Initiativen stellten sich im August 1990 zum »Tag der Sozialpsychiatrie« vor und präsentierten sich erstmals in der DDR einer größeren Öffentlichkeit.
Auch Fachgesellschaften und Verbände wie die Gesellschaft für kommunale Psychiatrie (GKP) konstituierten sich oder gründeten sich neu.

Neben themenbezogenen Texten wurden für die Internetpräsentation zahlreiche Fotos und Dokumente recherchiert und zusammengestellt. Ergänzt wird die Darstellung durch kurze Audiobeiträge, in denen sich Zeitzeugen zu ihren damaligen Erfahrungen und Eindrücken äußern.

Geplant ist die Veröffentlichung eines  Readers zur Internetpräsentation mit weiteren Dokumenten.

Die Internetpräsentation wurde im Rahmen des Projektes »Psychiatrie in Sachsen. Aufbau eines Dokumentations- und Informationszentrum zur Geschichte der Psychiatrie nach 1945«, gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, erarbeitet. Redaktion: Thomas R. Müller, Design: Martin Baier.
Wir danken allen Partnern (Archive, Einzelpersonen, Vereine und Institutionen) für die Unterstützung des Projektes!

Seite aufrufen: www.psychiatriemuseum.de

 

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Cornelia Lotter liest aus ihrem Roman „Schweigeort“

Online-Lesung mit anschließendem Gespräch der Initiative Riebeckstraße 63

Flyer-Symposium-Sozialpsychiatrie-in-Leipzig

Dienstag, 20. April 2021 um 19.00 Uhr

Drei Frauen. Drei Zeiten. Ein Ort.

Und das Schweigen, das Großmutter, Tochter und Enkelin über ihre Erlebnisse an diesem dunklen Ort legen.

Als die junge Ukrainerin Olga 1943 in der Riebeckstraße 63 in Leipzig eintrifft, um hier einem der Rüstungsbetriebe als Zwangsarbeiterin zugeteilt zu werden, ahnt sie nicht, dass auch ihre Tochter Sonja und ihre Enkelin Carola in diesen Gebäuden Jahre später das Böse kennenlernen werden.

 

Die dunkle Geschichte des Ortes ist verknüpft mit dem Schicksal der drei Frauen, von denen jede nach persönlichem Glück und Selbstverwirklichung strebt und an ihren Ansprüchen zu scheitern droht. Verschiedene Diktaturen und Männer, die nicht erkennen, dass sie für die falsche Sache kämpfen, fordern den Widerstand der Frauen heraus.

Link zur Veranstaltung

 

Über Ihr Interesse und eine Teilnahme würden wir uns freuen.

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Ausstellungseröffnung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“

Eröffnung der Ausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ der BAG Wohnungslosenhilfe e.V

Flyer-Symposium-Sozialpsychiatrie-in-Leipzig

Dienstag 6. Oktober 2020 um 17.00 Uhr im Neuen Rathaus Leipzig, Untere Wandelhalle

Die Ausstellung erinnert an die wohnungslosen Männer und Frauen, die in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur als sogenannte »Asoziale« verfolgt worden sind.
Erst vor wenigen Monaten hat der Deutsche Bundestag die formale Rehabilitierung von »Asozialen« nachgeholt und sie offiziell als Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft anerkannt.
Wie viele Menschen mit dem Stigma »asozial« in Konzentrationslager eingeliefert wurden, lässt sich nicht genau beziffern; geschätzt wird die Zahl auf 10.000 Häftlinge. Die Ausstellung greift unter anderem die Themen Unterbringung von Wohnungslosen in Arbeitshäusern, Wohnungslose als Objekte der Rassenhygiene und deren Zwangssterilisation sowie die »Aktion Arbeitsscheu Reich« von 1938 und die Inhaftierung als »asozial« stigmatisierter Menschen in Konzentrationslagern auf.

Eröffnungsvortrag
„Wer nicht arbeitet, soll nicht essen“ Verfolgung Wohnungsloser im Nationalsozialismus,
Oliver Gaida, Historiker, Humboldt-Universität Berlin

Der Nationalsozialismus erklärte Wohnungslose zu „Arbeitsscheuen“ und „Asozialen“. Ihre Verfolgung entstand in den Kommunen vor Ort, ganz ohne „Führerbefehl“ von „oben“. Diese sozialrassistische Lokalpolitik bekämpfte in einer neuartigen Dimension wohnungslose Arme als Subjekte  und nicht deren Armut als soziales Problem. Wie radikalisierten sich einzelne Städte in ihren Maßnahmen gegen diese soziale Gruppe gegenseitig? Welche Rolle wurde dabei älteren Repressionsorten wie den Arbeitshäusern, als auch neuen Orten wie den Konzentrationslagern zugewiesen? Diesen und weiteren Fragen wird Oliver Gaida in seinem Vortrag nachgehen. Oliver Gaida, Historiker, Humboldt-Universität Berlin

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Anne-Katrin Störmer: neue Ausstellungsobjekte willkommen

Zum 15. Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums präsentierten wir in Kooperation mit der durch blick galerie die Ausstellung „Kunst – Geschichte – Psychiatrie“ als erste große Einzelausstellung der Zwickauer Künstlerin Anne-Katrin Störmer.

Anne-Katrin Störmer, die die Psychiatrie selbst erlebt hat, beschäftigt sich seit der Jahrtausendwende intensiv mit der Psychiatriegeschichte. In ihren Bildern wird der Alltag in der Psychiatrie der vergangenen einhundert Jahre lebendig. Für die mit Zeichenstift und Wasserfarbe gemalten Zeichnungen nutzt sie historische Vorlagen, die sie mit Akribie reproduziert und gleichzeitig auf subtile Art modifiziert. In ihren Zeichnungen, die häufig mit ausführlichen Texten kombiniert sind, setzt sie sich beispielsweise mit den nationalsozialis­tischen „Euthanasie“-Verbrechen auseinander. Andere Bildserien sind von der eigenen Lebensgeschichte inspiriert und widmen sich u.a. den existentiellen Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch. Neben diesen teilweise drastischen Darstellungen bedient sich Anne-Katrin Störmer aber auch des Humors, um ihre Ängste und Visionen auszudrücken. Dazu gehört ein Bildkomplex, in dem die Künstlerin skurrile Anwendungen für das in der heutigen Psychiatrie genutzte Segufix-Fixiersystem erfindet.
Anne-Katrin Störmer, die bereits ein umfangreiches und komplexes Werk geschaffen hat, hat in der Kunstgruppe des Vereins Durchblick e.V. und dem Sächsischen Psychiatriemuseum eine künstlerische Heimat gefunden.
Für die seit ihrer Geburt gehörlose Künstlerin ist das Zeichnen ein Medium, über das sie mit der Umwelt kommuniziert. Daher hat sie großes Interesse, ihre Arbeiten in Ausstellungen zu zeigen.
Das Sächsische Psychiatriemuseum und die durch blick galerie unterstützen sie dabei und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um mit der Künstlerin und interessierten Einrichtungen und Institutionen Projekte zu entwickeln und zu realisieren.
Kontakt:

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Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online

Ab sofort ist die Internetseite www.die-wiese-zittergras.de zu den Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online.
Anlass für die aktuelle Freischaltung der Website ist der 75. Jahrestag der Eröffnung der Kinderfachabteilung in der Heilanstalt Leipzig-Dösen im Oktober 1940. Die Homepage erinnert an die Hintergründe der nationalsozialistischen Verbrechen an behinderten Kindern. Allein in Leipzig-Dösen waren in dieser speziellen Abteilung mehr als 500 als lebensunwert angesehene Kinder getötet worden.
Auf der Internetseite können zahlreiche dieser Schicksale nachgelesen werden. Außerdem werden der interessierten Öffentlichkeit Materialien und Dokumente zur Verfügung gestellt.
„Nach der Einrichtung eines Gedenkortes im Leipziger Friedenspark und der Überarbeitung der Wanderausstellung gibt es nun auch eine Internetseite, welche zu diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte informiert und die Erinnerung wach hält“, erklärt Bürgermeister Fabian.
Damit fasst die Internetseite Forschungsergebnisse und vielfältige Projekte zusammen, die auf einer mehr als 15jähigen Beschäftigung mit diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte beruhen, initiiert und begleitet vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und dem Psychiatriekoordinator Thomas Seyde. 

Die Internetseite, die mit Unterstützung des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und der LEIPZIGSTIFTUNG entstand, wird zukünftig vom Sächsischen Psychiatriemuseum betreut.
Leipzig, den 23. November 2015

Kontakt:
Thomas Seyde, Stadt Leipzig, Gesundheitsamt, Psychiatriekoordinator
Tel:  0341 1236806,

Thomas Müller, Durchblicke e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Tel:  0341 14061413, .

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Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Thomas R. Müller, „Wahn und Sinn“


Patienten, Ärzte, Personal und Institutionen der Psychiatrie in Sachsen vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Katalog zur Dauerausstellung des Sächsischen Psychiatriemuseums 2. korrigierte und ergänzte Auflage, Mabuse-Verlag 2014
ISBN 978-3-86321-212-4 (Museumsausgabe)
15 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,

E-Mail:

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Premiere: Symptom Nr. 6

Symptom Nr. 6


Ausstellungsposter

Leipziger Beiträge zu Psychiatrie & Verrücktheit
Hrsg. Von Thomas R. Müller und Dyrk Zedlick

Inhalt:
Klaus Weise: Leipziger Psychiatriereform 1960 bis 1990 Interview mit Klaus Weise
Beiträge von Rosi Haase und Hermann Elgeti
Leipzig, 2014
ISSN 0944 5161
Schutzgebühr: 10 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,
E-Mail:


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