20.09.08
Die Private Heil- und Pflegeanstalt Thonberg (1836 bis 1920)
Finissage zur Sonderausstellung des Sächsischen Psychiariemuseums
Sonnabend, den 20.09.08, 15 Uhr, Mainzer Str. 7
Am 24. April ist wieder Museumsnacht und das Sächsische Psychiatriemuseum und der Verein Durchblick e.V. sind trotz des Umzugs ins Interim wieder mit dabei!
Zum zweiten Mal findet die traditionelle Veranstaltung gemeinsam mit der Stadt Halle statt, sodass insgesamt 69 Museen und Sammlungen aus beiden Städten beteiligt sind.
Das diesjährige Motto „Schöne Nachbarin“ haben wir als Psychiatriemuseum aufgegriffen und nehmen mit zwei Veranstaltungen Bezug auf unsere Nachbarstadt Halle.
Die Sonderausstellung „Abgerissen Das Schicksal der ehemaligen Irrenanstalt Halle-Nietleben“ erinnert an die Königlich-Preußische Provinzialirrenanstalt Nietleben. Diese „schöne Nachbarin“ der Leipziger Psychiatrie war 1845 als einer der ersten Anstaltsneubauten in Deutschland gegründet worden. Nach der Schließung der Anstalt im Jahr 1935 wurde der Komplex militärisch genutzt, zunächst von der Wehrmacht und bis zu ihrem Abzug 1991 von der Sowjetarmee. Seitdem standen die Gebäude leer und verfielen zunehmend. Trotz öffentlicher Proteste musste der zentrale Bau der im spätklassizistischen Stil errichteten Anstalt im Jahr 2006 der Erweiterung eines Technologie- und Gründerzentrums weichen.
Besonders freut es uns, dass zur Museumsnacht die Autorin Susanne Trieder die tragikkomische Lebensgeschichte der Uhrmacherwitwe Helene „Mieze“ Schindler aus Halle vorstellen wird. Unter dem Titel „Kein Glück in Halle“ ist dieser anrührende, bisweilen jedoch auch ausgesprochen skurrile Lebensbericht im Hallenser Hasenverlag erschienen.
Die Kunstgruppe des Durchblick e.V. ist mit einer Ausstellung künstlerisch gestalteter Weihnachtskarten im Programm vertreten.
Zum sechsten Mal verleihen wir zur Museumsnacht „Die Goldene Meise“. In diesem Jahr wird der ehemalige Direktor der Leipziger Universitätspsychiatrie Professor Klaus Weise für sein Engagement für die Belange der Psychiatriebetroffenen geehrt. Laudatorin ist Professor Beate Mitzscherlich.
Außerdem ziehen wir eine Zwischenbilanz der Aktion „Durchblick e.V. sucht Psycho-Paten“, mit der wir um Unterstützer für die Ausgestaltung und Ausstattung unserer Villa in der Mainzer Strasse werben, die momentan instandgesetzt wird.
Natürlich sorgen wir auch in unserem Interim für das leibliche Wohl der Besucher.
Seien Sie also herzlich willkommen am 24. April zwischen 18 Uhr und 24 Uhr in der Friesenstraße 8!
8:00 - 24:00 Irr-Sinn - Einblicke in die Sächsische Psychiatriegeschichte
Die neu gestaltete Dauerausstellung in unserem Interim beschäftigt sich u.a. mit Schicksalen bekannter Psychiatriepatienten, Karrieren bedeutender Psychiater und der Entwicklung psychiatrischer Institutionen in Leipzig und Sachsen.
18:00 - 23:00 Rastplatz
Gegrilltes und Getränke.
18:30 Abgerissen - Das Schicksal der ehemaligen Irrenanstalt Halle-Nietleben
Vor einigen Jahren mussten die Hinterlassenschaften der 1845 eröffneten Königlich-Preußischen Provinzial-Irrenanstalt Nietleben dem Erweiterungsbau eines Technologieund Gründerzentrums weichen. Eröffnung der Kabinettausstellung, die an diese ,,schöne Nachbarin" der sächsischen Psychiatrie erinnert.
19:00 Schöne Grüße von der Nachbarin
Mitglieder der Kunstgruppe des Durchblick e.V. schicken sich seit Jahren künstlerisch gestaltete Weihnachtskarten. Die Ausstellung zeigt diese Unikate zum ersten Mal der Öffentlichkeit.
20:00 - 20:45 Kein Glück in Halle
Literarische Art Brut: Der tragischkomische und bisweilen skurrile Lebensbericht der Uhrmacherwitwe Helene ,,Mieze" Schindler [1900-1968] aus Halle. Vorgestellt von Simone Trieder.
21:00 - 21:30 Die Goldene Meise 2010
Meigl Hoffmann war vor sechs Jahren der erste Preisträger der Goldenen Meise.
Der diesjährige Preisträger ist noch ein Geheimnis, das zur Preisverleihung mit einer Laudatio gelüftet wird.
22:00 Durchblick e.V. sucht Psycho-Paten
Psycho-Paten zur Unterstützung der Vereinsprojekte gesucht. Zwischenbilanz der Aktion.
Der Durchblick e.V. und das Sächsische Psychiatriemuseum haben ihr Interim bezogen!
Bilder vom Umzug
Aus diesem Anlaß laden wir am Freitag, den 26. Februar 2010 von 15 Uhr bis 22 Uhr zu einer Begrüßungsfeier in unser Interim im Stadtkrankenhaus Friesenstraße 8, 04177 Leipzig (Zugang Rietschelstr., 2. OG) ein.
Bei Kaffee und Kuchen möchten wir die Räumlichkeiten und die aktuellen Angebote des Vereins vorstellen. Außerdem wird eine Ausstellung mit Bildern von Stephan Schippmann zu sehen sein.
Das Sächsische Psychiatriemuseum hat seine Dauerausstellung "IRR-SINN. Einblicke in die sächsische Psychiatriegeschichte" den neuen Gegebenheiten angepasst und kann - an diesem Tag bei freiem Eintritt von 15 Uhr bis 18 Uhr - zukünftig wieder Mittwoch bis Samstag von 13 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Über Ihr Interesse würden wir uns freuen und hoffen auf Ihren Besuch.
Halzig & Leiple
10. Museumsnacht in Halle und Leipzig
am 25. April 2009 von 18.00 bis 01:00 Uhr
Programm des Sächsischen Psychiatriemuseums:
18:00 Ort der Vielfalt
Durchblick e.V. und Sächsisches Psychiatriemuseum erhalten im Rahmen der bundsweiten Initiative den Titel „Ort der Vielfalt“.
18:00 24:00 Ballade der Narren _ von Natur aus
Ein Arrangement der IG pop im Garten zum Hafen.
19:00 Gemischtes Doppel
Ausbruchswerkzeuge aus der Sammlung des Sächsischen Psychiatriemuseums verschwinden in den Übermalungen des Künstlers JOD.
Eröffnung der Sonderausstellung.
20:30 Die Goldene Meise 2009
Zum fünften Mal verleiht der Durchblick e.V. den Ehrenpreis „Die Goldene Meise“.
Diesjährige Preisträgerin ist die Journalistin Angelika Raulien (Leipziger Volkszeitung).
22:00 Uhr Entflammt
Gabriele Lamotte (Gesang) und Felix Pätzold (Piano) improvisieren zur Entzündung des Feuers.
22:15 01.00 Feuer und Flamme
Feuer im Garten der Durchblick-Villa.
Außerdem: Tombola, Grillen und Getränke sowie die aktuellen Ausstellungen des Psychiatriemuseums und der Durchblick-Galerie.
Aus Anlass des 180. Todestages des Komponisten Franz Schubert (1797-1828) zeigt das Psychiatriemuseum am 19. November den Film „Winterreise“ (2006) von Hans Steinbichler mit Josef Bierbichler in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte des bayrischen Unternehmers Franz Brenninger, der sich, vor der Pleite stehend, auf ein zweifelhaftes Geschäft mit kenianischen Geschäftsleiten einlässt. Als er den Betrug erkennt, macht er sich auf die Reise nach Kenia. Eine Reise, die ihn zu sich selbst führen wird. Josef Bierbichler erhielt für das eindrucksvolle Porträt eines Charakters zwischen Wut und Verzweiflung, Manie und Depression den Deutschen Filmpreis 2007. Die Musik Schuberts, so Regisseur Steinbichler, „ist in diesem Film wie ein unterirdischer Energiestrom“. Die immer engere Verbindung des melancholisch-todessüchtigen Liederzyklusses mit dem psychischen Zustand der Hauptfigur kulminiert in einer grandiosen Szene, in der Josef Bierbichler (Brenninger) in einem Hotel in Nairobi am Klavier das letzte Lied aus Schuberts Liederzyklus "Der Leiermann" singt: "Wunderlicher Alter! Soll ich mit dir geh`n? Willst zu meinen Lieder Deine Leier dreh`n?"„
Von 1949 bis 1988 lebte Karl Hans Janke (1909-1988) in der psychiatrischen Klinik Hubertusburg. Vor einigen Jahren wurde auf dem Dachboden der Klinik sein Nachlass wiederentdeckt: Über 3000 Zeichnungen und Modelle (u.a. Erfindungen von Flugkörpern und Antriebssystemen), eine umfangreiche Korrespondenz und persönliche Dokumente.
Aus Anlass des 20. Todestages des Erfinders und Psychiatriepatienten zeigt das Sächsische Psychiatriemuseum die Dokumentation „Genie und Wahnsinn - Der Fall Janke“ (MDR 2007).
Im Anschluss stehen Mitglieder des Rosengarten e.V., der den Nachlass Jankes in Hubertusburg verwaltet und aufarbeitet, für ein Gespräch zur Verfügung.
Die gemeinsame Veranstaltung des Sächsischen Psychiatriemuseums und des Rosengarten e.V. findet am 6. März um 19.30 Uhr in der Mainzer Str. 7 statt.
Nachtschicht: 9. Leipziger Museumsnacht im Sächsischen Psychiatriemuseum - Programm
Das Sächsische Psychiatriemuseum und der Verein Durchblick e.V öffnen auch in diesem jahr ihre Räume für die Besuche der Leipziger Musumsnacht und bieten ein abwechslungsreiches Programm und interessante sammlungen.
ab 18.00 Uh
Willkommen
Wir erwarten den zehntausendsten Besucher des Psychiatriemuseums.
ab 18.00 Uhr
Die Private Heilanstalt Thonberg
Die Sonderausstellung zeigt Zeugnisse aus der Geschichte der „Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Thonberg“, einer der ersten psychiatrischen Privatanstalten in Deutschland, die zwischen 1836 und 1920 in Leipzig existierte.
ab 18.00 Uhr
„Gruß aus...“
Präsentation historischer Ansichtskarten um 1900 mit Motiven Sächsischer Heil- und Pflegeanstalten aus der Sammlung Thomas Müller.
ab 18.00 Uhr
Vertraut _ Nester und Fallen
Ein Arrangement der IG pop _ auf der Grünanlage
ab 18.00 Uhr
Selbstgebaute Sahneschnitten
Historische Fahrräder aus der Sammlung Gottschling
ab 19.00 Uhr
Privat
Kurzauftritte der Theatergruppe des Durchblick e.V.
20.00 Uhr
Die letzte Performance: Klaus Hähner-Springmühl, Mainzer Straße
Die „durch blick galerie“ erinnert mit einer Ausstellung an den bedeutenden Künstler, der in den 80er Jahren zur DDR-Künstleravantgarde gehörte und zuletzt bis zu seinem Tod im Jahr 2006 in der Durchblick-Villa lebte und arbeitete.
Zur Ausstellungseröffnung wird Klaus Hähner-Springmühl postum der Ehrenpreis „Die goldene Meise“ verliehen. Außerdem wird sein ehemaliges Zimmer öffentlich zugänglich gemacht, das zukünftig die Dauerausstellung des Museums um das Kapitel „Kunst und Psychiatrie“ erweitern wird.
22.30 Uhr
Feuer und Flamme
Zum Ausklang der Museumsnacht scharen sich die Nachtschwärmer um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa.
Eröffnung der Ausstellung „Die letzte Performance“
20.00 Uhr
Fast 800 Besucher kamen zur diesjährigen Museumsnacht in das Sächsische Psychiatriemuseum.
Unser Programm beinhaltete u.a. die Eröffnung der Sonderausstellung „Die Irren- Heil- und Pflegeanstalt Thonberg 1836-1920“ und die Präsentation einer privaten Sammlung historischer Fahrräder.
Der 2006 in der Mainzer Straße verstorbene Künstler Klaus Hähner-Springmühl wurde mit einer Ausstellung und der postumen Verleihung des Preises „Goldene Meise“ geehrt.
Im Rahmen der Museumsnacht wurde der 10.000ste Besucher seit der Eröffnung des Psychiatriemuseum im Jahre 2001 begrüßt.
Gunther Gottschling mit Modellen aus seiner Sammlung historischer Fahrräder.
Eröffnung der Ausstellung „Die letzte Performance: Klaus Hähner-Springmühl, Mainzer Straße“
Fast 800 Besucher informierten sich in den Ausstellungen des Museums über die Sächsische Psychiatriegeschichte.
Bei tollem Frühlingswetter fand auch der Garten in der Mainzer Straße großen Zuspruch.
NS-„Euthanasie“ vor Gericht. Der Prozess vor dem Landgericht Dresden 1947
Sonderausstellung
Die Ausstellung stellt auf 15 Tafeln und zwei Vitrinen die Vorgeschichte, den Ablauf und die öffentliche Wirkung des sog. Dresdner „Euthanasie“-Prozesses sowie die weitere strafrechtliche Verfolgung der „Euthanasie“-Verbrechen in den beiden deutschen Nachkriegsstaaten dar.
Die Ausstellung würdigt die Lebensgeschichten von Opfern der Krankenmorde. Daneben werden Täterbiografien im Hinblick auf die Beteiligung an den Verbrechen sowie ihre Rechtfertigungsstrategien im Prozess untersucht.
Dabei stützt sich die Ausstellung vor allem auf die überlieferten Prozessunterlagen sowie auf Fotomaterial, Dokumente und Sachzeugen aus sächsischen und überregionalen Archiven sowie weiterer Leihgeber.
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Gedenkstätten Münchner Platz Dresden und Pirna-Sonnenstein mit dem Sächsischen Psychiatriemuseum und wird im Jahr 2007 an allen drei Stätten gezeigt. 2008 wird die Ausstellung voraussichtlich als Wanderausstellung weiter geführt.
05.09. bis 20.10.2007
Sächsisches Psychiatriemuseum
05. September, 19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Grußwort: Prof. Dr. Thomas Fabian, Beigeordneter der Stadt Leipzig für Jugend, Soziales,
Gesundheit und Schule
Einführung: Dr. Boris Böhm, Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
13. September, 19.00 Uhr
Aufruf letzter Zeugen Spuren in die Vergangenheit (2007)
Dokumentarfi lm von Heide Blum über Schicksale von Opfern der „Euthanasie” auf dem Pirnaer
Sonnenstein und über den Dresdner Prozess 1947 gegen die Täter
Leipzig-Premiere in Anwesenheit der Regisseurin
26. September, 20.30 Uhr
Der Pannwitzblick (BRD 1991)
Analytischer Montagefi lm von Didi Danquardt über den gesellschaftlichen Blick auf Behinderte
im Nationalsozialismus und in der Gegenwart
04. Oktober, 19.00 Uhr
Zwischen „Psychiatriereform” und „Euthanasie”
Vortrag von Thomas R. Müller zu Hermann Paul Nitsche, dem Hauptangeklagten im Dresdner
„Euthanasie”-Prozess
27.10. bis 20.12.2007
Gedenkstätte Pirna Sonnenstein
Die Anfänge der Psychiatrie im Spiegel der „Zeitschrift für psychische Aerzte“
Präsentation der Neuerwerbung des Sächsischen Psychiatriemuseums Sonntag, 20. Mai 2007 von 14 bis 16 Uhr
Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig, Tel: 0341/14061413
Aus Anlass des Internationalen Museumstages
am 20. Mai 2007 präsentiert das Sächsische Psychiatriemuseum zwischen 14 Uhr und 16 Uhr eine bibliophile Kostbarkeit.
Die "Zeitschrift für psychische Aerzte" erschien zwischen 1818 und 1822 im Leipziger Verlag von Carl Cnobloch und ist eines der frühesten Periodika der deutschen Psychiatriegeschichte.
Die Zeitschrift, an der die bedeutendsten Psychiater ihrer Zeit (u.a. Nasse, Heinroth, Hayner, Horn) mitarbeiteten, gibt einen Einblick in die Entwicklung der sich Anfang des 19. Jahrhunderts herausbildenden Psychiatrie und veranschaulicht die therapeutischen Konzepte dieser Zeit.
Vorgestellt wird diese bedeutende Neuerwerbung des Psychiatriemuseums von Thomas R. Müller,Leiter des Museums.
Zwischen 1909 und 1911 lebte Rudolf Dietzen (Hans Fallada) als Sohn eines Reichsgerichtsrates in Leipzig. Nach einem Skandal muss der 17jährige Gymnasiast auf Betreiben der Familie die Stadt verlassen...
Falladas weiterer Lebensweg wird von Suchtmittelmissbrauch, schweren psychischen Zusammenbrüchen und Aufenthalten in Anstalten und Gefängnis überschattet. Diese existentiellen Erfahrungen sind in seine Literatur von Weltgeltung eingeflossen.
Einführung:
Thomas R. Müller, Sächsisches Psychiatriemuseum
Film: Fallada letztes Kapitel (DDR 1988)
Im Anschluß an die Lesung zeigen wir den Film Fallada letztes Kapitel (DDR 1988)
Regie: Roland Gräf mit Jörg Gudzuhn, Corinna Harfouch, Katrin Saß
Montag, 5.2.2007, 19 Uhr
Sächsisches Psychiatriemuseum
Mainzer Str. 7 04109 Leipzig
In der deutsch-englischen Ausgabe werden circa 80 europäische Institutionen aufgeführt, welche der Öffentlichkeit die schwierige Thematik der Psychiatrie anschaulich machen wollen. Das Buch ist sozusagen ein Reiseführer durch die Museen der Seele sowie verwandter Einrichtungen. Damit wird erstmals das Bestreben dokumentiert, Psychiatrie, Euthanasie, Patientenkunst sowie Grenzgebiete des Seelenlebens ohne Vorurteile zu zeigen. Alle Einrichtungen werden informativ beschrieben und bewertet, so dass sich für den Leser ein Netzwerk realer und erlebbarer Seelengeschichte(n) ergibt.
Gisela Schmid-Krebs, geb. 1954, Krankenschwester und Diplom-Kunsttherapeutin. Als Kunsttherapeutin arbeitet sie in freier Praxis sowie in der Psychiatrischen Klinik Christophsbad in Göppingen. Sie leitet Fortbildungen zur Kunsttherapie und sie organisiert Kunstausstellungen.
Rolf Brüggemann, geb. 1950, arbeitet als Diplom-Psychologe und Psychotherapeut in der Psychiatrischen Klinik Christophsbad in Göppingen. Seit vielen Jahren ist er Chefredakteur der "Seelenpresse" für Psychiatrie und Kultur. Er ist Leiter des MuSeele, eines Museums für Psychiatrie und deren Geschichte.
mit zahlreichen farbigen Illustrationen, schön gebunden,
Herausgegeben von der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.
144 Seiten, 14.00 Euro,ISBN 978-3-937799-18-6
Der kleine, handliche Band versammelt die schönsten Texte von Lene Voigt: Gedichte, Balladen und Dialogstücke, die inzwischen als Klassiker der sächsischen Literatur gelten. Ausgesucht wurde Lyrik, Prosa und Dramatik mit viel Herz und Witz, die nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Vortragen bestens geeignet ist. Vom Leipziger Illustrator Phillip Janta wurde das Buch prächtig bebildert.
Fotografien der Heil- und Pflegeanstalt Dösen um 1910
am Mittwoch, den 4.10.2006 um 19 Uhr
im Sächsischen Psychiatriemuseum
Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig
Den Gegenstand der Ausstellung bilden 120 historische Fotografien der Heil- und Pflegeanstalt Dösen, die in Form eines Fotoalbums überliefert sind. Über den Fotografen und den etwaigen Auftraggeber des Albums, die Datierung der Aufnahmen und die exakte Identifizierung der Bildinhalte sind keine schriftlichen Angaben erhalten, Bildüber- oder unterschriften, sowie andere Formen der textlichen Kommentierung fehlen.
Falk Goernert hat sich im Rahmen seiner Magisterarbeit am Historischen Seminar der Universität Leipzig mit dem Album beschäftigt und ist durch eine umfangreiche Re-historisierung zu dem Schluß gekommen, dass die Fotografien in den Jahren 1907/08 bis 1910/11 mit einer kleinformatigen Handkamera aufgenommen wurden und es sich bei dem oder den Fotografen höchstwahrscheinlich um Mitglieder des Anstaltspersonals oder diesen nahe
stehende Personen handelte.
Der Besucher betritt einen abgedunkelten Raum, in dem ihn die kontrastive Inszenierung der Projektion der Fotografien in Verbindung mit der Einspielung zeitgenössischer Texte zur Psychiatrie erwartet. Er begibt sich auf eine visuelle und akustische Entdeckungsreise durch eine psychiatrische Anstalt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei setzt der Bildbetrachter seine Vorstellungen und Erwartungen zur damaligen Psychiatrie mit dem durch das Album vermittelten Bild einer Anstalt in Beziehung, was den individuellen Vorgang des »Sich ein Bild Machens« auslösen kann.
Die Ausstellung wird eröffnet im Rahmen des Festivals „Kunst ist verrückt“ (Programm: www.kunst-ist-verrueckt.de) und ist bis zum 23.12.2006 (Mi bis Sa 13 bis 18 Uhr) zu besichtigen.
Robert Schumann, Ehrenmitglied des Himmels!
Soiree zum 150. Todestag
am Samstag, den 29. Juli 2006 um 18 Uhr
im Sächsischen Psychiatriemuseum
Am Todestag Robert Schumanns erinnert das Sächsische Psychiatriemuseum mit Liedern und Texten an den Komponisten, dessen tragische Biografie eng mit Leipzig verbunden ist.
Robert Schumann gilt als das Sinnbild des romantischen, innerlich zerrissenen Künstlers.
Als Komponist und Musikpublizist kämpfte er für die Reform des erstarrten Musiklebens seiner Zeit. Doch neben seinem kreativen und produktiven Schaffenszeiten gab es Phasen tiefer Depression und Verzweiflung.
Zeit seines Lebens litt Schumann unter der Angst, wahnsinnig zu werden. Schließlich ließ er sich 42jährig in die psychiatrische Klinik Endenich bei Bonn einweisen, wo er zwei Jahre später starb.
Mit: Gabriele Lamotte, Gesang
Jens Lietzke, Piano
Thomas R. Müller, Lesung
Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Eintritt: 7 Euro / erm. 5 Euro (incl. freien Eintritt in das Psychiatriemuseum)
Das Sächsische Psychiatriemuseum kann seit kurzem zwei bedeutende neue Leihgaben erstmals in der Dauerausstellung zeigen.
Der Verein Rosengarten e.V. aus Hubertusburg hat uns dankenswerterweise zwei Arbeiten des Erfinders, Künstlers und Psychiatriepatienten Karl Hans Janke zur Verfügung gestellt.
³Kupol-Stahler", 1965
Seit der Eröffnung der Ausstellung „Zeige Deine Wunde befreiende Kunst" am 07.06.06 sind diese Arbeiten im Original zu sehen.
7. Juni–27. Juli 2006
Zeige Deine Wunde – befreiende Kunst
Psychiatrieerfahrene stellen aus
Mittwoch, 7.06.06 Vernissage:
18:00 Uhr Galerie l.a. LEIPZIG ARTS: Begrüßungen und Musik 20:30 Uhr durch blick galerie: „Zeige Deine Wunde“ Eröffnungsrede Prof. em. Dr. Günther Regel, Kunstwissenschaftler, Leipzig 21:00 Uhr durch blick galerie: IG pop arrangiert. Ein Homolog aus Tonfällen an 3 Stellen (Fluß, Garten, Haus) mit Bosolum und Zeiger. anschließend: Gartenfest mit Feuer
Sonntag, 11.06.06
18:00 Uhr: Galerie l.a. LEIPZIG ARTS: Lyrikabend „Träumereien einer rebellischen Seele”, Schkeuditzer Buchverlag 2000, Gedichte & Aphorismen von Friederike Raschke
Montag, 12.06.06
20:00 Uhr: durch blick galerie: Leipzig-Filmpremiere
„Vom Leben jenseits der Möglichkeiten” (2004), Porträt des Dresdner Malers Winfried Dierske. Ein Film von Heide Blum. Im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin
Dienstag, 13.06.06
20:00 Uhr durch blick galerie: Kreativität und Psychiatrie – Gespräch mit Rosi Haase und Mitgliedern der Kunstgruppe des Durchblick e.V. und Aufführung der Film-Doku „Seiltänzer” (1993)
Mittwoch, 14.06.06
19:00 Uhr Galerie l.a. LEIPZIG ARTS: (DOKU-) Filmnacht: „Raum 4070/4071”, D 2006, 80 Min. 21:00 Uhr „Der Boss ist der Patient”, D/Slowakei 2003, 45 Min.
Donnerstag, 15.06.06
20:00 Uhr durch blick galerie: „Das ist wie November”. Lesung aus Texten von Zeitzeugen der DDR-Psychiatrie
Freitag, 16.06.06
18:00 Uhr Galerie l.a. LEIPZIG ARTS und durch blick galerie: Kickerwettbewerb: Kunst kieken Fußball kickern
Samstag, 17.06.06
12:00 Uhr durch blick galerie: OPEN ART – Offene Malgruppe der Kunstgruppe des Durchblick e.V. 19:00 Uhr durch blick galerie: IG pop lädt zu „Alle Tanzen Anders” mit Musiken von So und Tech Techsen. Grillen und Lagerfeuer im Garten
Mehr als 480 Besucher kamen zur diesjährigen Museumsnacht
am 21. April in unser Museum
Unter dem Motto „Augen auf ... und Durch - blick“ konnte neben dem Museum u.a. eine neue Ausstellung der „durch blick galerie„ besichtigt werden. Schon Tradition im Rahmen der Museumsnacht haben die Verleihung der Goldenen Meise, die in diesem Jahr der Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig, Thomas Seyde, erhielt und das Lene-Voigt-Programm mit Meigl Hoffmann.
im Leipziger Osten, wo die populäre Leipziger Mundartdichterin viele Jahre lebte, erinnert Meigl Hoffmann an Lene Voigt, die ihre letzten Lebensjahre in der Psychiatrie in Leipzig-Dösen verbrachte. „Säggs’ches Gindslerbluhd” – Lene-Voigt-Programm mit Meigl Hoffmann
war im 19. Jahrhundert eine exklusive Behandlungsstätte für Menschen mit psychischen Krankheiten. Pauline Charlotte von Süssmilch-Hörnig hat als Patientin den Thonberg erlebt. In ihrem Buch berichtet sie authentisch und kritisch über die Atmosphäre in der Anstalt und die Behandlungsmethoden ihrer Zeit.
Von den Herren Ärzten und „wilden Pflegern“
Erinnerungen an die Irrenpflege um 1900.
Gelesen von Katja A. Pohl und kommentiert von Thomas R. Müller
Donnerstag, 27.04.06, 20:00 Uhr
Stötteritzer Margerite
Lichtenbergweg 5 d
04299 Leipzig
Leipziger Marktplatz
1824 wurde J. C. Woyzeck trotz Zweifels an seiner Zurechnungsfähigkeit auf dem Leipziger Markt hin-gerichtet. Woyzeck hatte von Stimmen berichtet die ihn zum Mord an seiner Geliebten aufgefordert hatten. Die Geschichte Woyzecks wurde von Georg Büchner dramatisiert und von Werner Herzog mit Klaus Kinski in der Hauptrolle kongenial verfilmt.
„Wozeyck“ (1979)
Film von Werner Herzog, u. a. mit Klaus Kinski und Eva Matthes.